Sa, 27. Apr 2019, 20:00 h - CD Release 'If I Spring'
Sa, 04. Mai 2019, 20:00 h - pH:
So, 05. Mai 2019, 15:00 h - 18:00 h Kinderkultursonntag
So, 12. Mai 2019, 17:00 h - Zeitklang im Mai
Sa, 18. Mai 2019, 20:00 h - Babel Collage

Alle Veranstaltungen
So, 21. Apr 2019, 10:00 h - Ostersonntag
Mo, 22. Apr 2019, 10:00 h - Regionalgottesdienst in Martin Luther
Fr, 26. Apr 2019, 18:00 h - Taizé-Andacht in St. Christophorus
So, 28. Apr 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst
So, 05. Mai 2019, 10:00 h - Gottesdienst
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Umbrüche im Denken
… oder was neu an der Theologie der Reformatoren war

Angelica Dinger

Sola gratia, sola fide, sola scriptura, solus Christus. Allein aus Gnade, allein aus Glaube, allein durch die Schrift, allein Christus. So lautet in Kurzform die reformatorische Botschaft. Die Reformatoren wollten die Kirche erneuern. Im späten Mittelalter gab es verschiedene Bewegungen, die althergebrachte Traditionen und Denkweisen infrage stellten. Es gab damals eine regelrechte Sehnsucht nach geistiger Erneuerung, nach „frischem Wind“, der jahrhundertealte Traditionen durchweht. Vor allem der Humanismus hat die Reformation mit geprägt.

Dazu kam weitverbreitete Unzufriedenheit mit der Kirche: Korruption, Vetternwirtschaft und Ausbeutung standen in Widerspruch zur Lehre der Kirche. Anspruch und Wirklichkeit klafften bei Klerikern oft auseinander. Trotz der Kritik gab es aber ein großes Bedürfnis nach kirchlicher Begleitung. Armut und Pest sorgten für eine hohe Sterblichkeitsrate, besonders unter Kindern. Der Tod war stets präsent – und mit ihm die Angst vor dem Jüngsten Gericht und Strafen im Jenseits. Daher hatte man ein lukratives Geschäftsmodell entwickelt, den sogenannten Ablass. Damit konnte man gegen Geld Schuldenerlass im Jenseits erwerben.

Dagegen wandte sich das sola gratia. Nicht durch Ablass oder Priester, sondern nur durch Gottes Gnade kann es Vergebung der Schuld geben. Das war besonders Martin Luther wichtig. Luther quälte sich mit dem Versuch, gerecht zu sein. Wenn Gottes Gerechtigkeit sich im Jüngsten Gericht durchsetzt, so war Luther überzeugt, kann kaum ein Mensch bestehen. Denn wer kann schon seine Feinde lieben und den hohen Ansprüchen der Bibel genügen? Die Gerechtigkeit Gottes bedeutet, so dachte man viele hundert Jahre, dass alle das erhalten, was ihnen zusteht.

Dieses Verständnis wurde durch das sola fide erweitert. Was, wenn Gerechtigkeit nicht nur bedeutet, gerecht zu richten, sondern auch, gerecht zu machen? Martin Luther fand ein neues Verständnis der Gerechtigkeit Gottes bei Paulus, vor allem im Brief an die Galater und an die Römer. Dort steht: „Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht. (…) Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; Wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben“ (Röm 1,16-17). Im Glauben an die Gnade Gottes entsteht die Gerechtigkeit. Sie ist nichts, vor dem man Angst haben muss. Man muss nicht durch gute Werke gerecht werden, sondern die Gerechtigkeit im Glauben ermöglicht es erst, gerecht zu leben.

Diese Lehre rief harsche Kritik der Kirche hervor, denn durch sie wurde das Geschäft mit dem Ablass überflüssig. Dagegen argumentierten die Reformatoren mit dem sola scriptura. Nicht die Priester und Bischöfe, ja nicht einmal der Papst oder Konzile können entscheiden, was die wahre christliche Lehre ist. Allein die Schrift soll Maßstab dafür sein. Jeder soll selbst in der Bibel lesen. Es ist die Beziehung zu Christus, die für das Heil wichtig ist, nicht die Vermittlung der Kirche. Es braucht keinen Mittelsmann zwischen dem Menschen und Gott. Es braucht solus Christus.

Diese theologischen Lehren stellten die Welt auf den Kopf. Der einzelne Mensch stand nun im Mittelpunkt. Er musste nicht mehr in der Angst leben, stets durch gute Werke gerecht zu werden. Er konnte auf den Glauben und die Gnade Gottes vertrauen. Diesen neuen Zustand beschrieb Martin Luther als Freiheit von Sünde und Angst. Als Freiheit eines Christenmenschen.

osternacht-feuer

Ostern in der Kulturkirche Nikodemus

Am Gründonnerstag, 18. 4. 2019 feiern wir Tischabendmahl ab 18 Uhr.

Am Karfreitag 19.4.2019 halten wir um 18 Uhr Gottesdienst.

In der Osternacht, am Samstag 20.4.2019 um 23 Uhr feiern wir eine Mitternachtsmesse.
Dabei singt der gemeinsame Chor der Kulturkirche Nikodemus und der Martin-Luther-Kirche österliche Chormusik vom Barock bis zur Moderne.
Martina Weber - Liturgie, Gert Anklam - Saxophone, Volker Jaekel - Orgel, Piano, musikalische Leitung.
Es gibt auch ein Osterfeuer im Hinterhof.
Eintritt frei/Spende

Am Ostersonntag 21.4.2019 feiern wir um 10 Uhr Gottesdienst.
Am Ostermontag, 22.4.2019 um 10 Uhr gibt es einen Regional-Gottesdienst in der Martin-Luther-Kirche.

Wir wünschen Ihnen allen frohe Osterfeiertage
und freuen uns, wenn Sie vorbeikommen!

nikodemusmagazin mrz19

Passion

Nikodemus Magazin März - Mai  2019

'Leidenschaft' - das ist es, was Passion übersetzt bedeutet. Und Leidenschaft für das Klavierspielen prägt unser Pianofestival Anfang März, auf das wir in unserem neuen Magazin ausführlich eingehen. Außerdem machen wir uns Gedanken über Leidenschaft im Allgemeinen und leidenschaftliche Frauen im Besonderen. Es gibt Hintergründe zur Passionszeit vor dem Osterfest und wunderschöne Passionsblumen.

Sie können die aktuelle Ausgabe (ca.2,8 MB) hier herunterladen

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Veranstaltungen

Sa, 27. Apr 2019, 20:00 h - CD Release 'If I Spring'
Sa, 04. Mai 2019, 20:00 h - pH:
So, 05. Mai 2019, 15:00 h - 18:00 h Kinderkultursonntag
So, 12. Mai 2019, 17:00 h - Zeitklang im Mai
Sa, 18. Mai 2019, 20:00 h - Babel Collage

Gottesdienste

So, 21. Apr 2019, 10:00 h - Ostersonntag
Mo, 22. Apr 2019, 10:00 h - Regionalgottesdienst in Martin Luther
Fr, 26. Apr 2019, 18:00 h - Taizé-Andacht in St. Christophorus
So, 28. Apr 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst
So, 05. Mai 2019, 10:00 h - Gottesdienst

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Mehr Informationen
zu unserem kulturellen Programm
finden Sie auf
art.kulturkirche-nikodemus.berlin

 

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