Sa, 25. Mai 2019, 20:00 h - Anna Margolina
So, 26. Mai 2019, 18:00 h - Riven in Time
Sa, 08. Jun 2019, 18:00 h - Huijing Han - Die kompletten Chopin Walzer
Mo, 10. Jun 2019, 19:00 h - Trimpert & Moritz - Liederabend
Fr, 14. Jun 2019, 20:00 h - 48h Neukölln in Nikodemus

Alle Veranstaltungen
So, 26. Mai 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst mit Abendmahl
Do, 30. Mai 2019, 10:00 h - Gottesdienst
Fr, 31. Mai 2019, 18:00 h - Taizéandacht
So, 02. Jun 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst
So, 09. Jun 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Jubelkonfirmation
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Wir haben nichts davon

Von der Überflüssigkeit mancher Sätze. Eine Sprachspielerei

von Barbara Merziger, Fotos: Pixabay.com; Patrick Fore/Unsplash.com

fallschirmspringerDas hast du nun davon! In dieser Variante, 2. Person Singular und mit hörbarem Ausrufezeichen, ist mir das Thema dieses Heftes höchst vertraut. Aus Kindertagen, aber auch, weil mir der Satz manchmal auf der Zunge liegt, und ja, sie auch hie und da verlässt und aus dem Mund rutscht. Das hast du nun davon: Jemand, meist ein Kind, macht einen Fehler oder tut etwas, vor dem man sie oder ihn gewarnt hat, und dann geht es (natürlich) schief. In beiden Fällen birgt der Satz weder etwas Positives noch Produktives. Er tröstet nicht, birgt kein Verständnis oder wenigstens Verstehen. Und er bringt den Adressaten kein Stück weiter. Man könnte sagen: Er hat nichts davon. Im Gegenteil: (Selbst-) Zufriedenheit schwingt in ihm mit. Man hat es ja geahnt. Der Sprecher hat Recht behalten. Und: Für die Schadensbegrenzung oder Wiedergutmachung ist einzig derjenige zuständig, der den Mist gebaut hat. Nun schau mal, wie du da wieder rauskommst …

Was haben wir nun von diesen Gedanken?

Das ist keine persönliche Lesart, oder besser: Hörart. Gibt man „Das hast du nun davon“ bei Google ein, servieren Synonym-Portale und Übersetzungsmaschinen durchweg diese Assoziation. „Daran bist du selbst schuld“. „Das kommt davon.“ „Das hast du dir so gedacht.“ So lauten die verwandten Sätze. Bis hin zu: „Was nun?“ Diese Ratlosigkeit zeigt hübsch auf, wie überflüssig der Ausruf ist.
Interessanterweise dominierte bei der Besprechung dieses Heftes aber die positive Konnotation. Fast alle Beiträge fragen nach dem Wert einer Handlung oder Denkweise für eine Person, eine Gruppe von Personen oder für die Gesellschaft. Und richtig: „Etwas von etwas haben“ bedeutet ja zuallererst einmal, dass man etwas bekommt. Etwas als Folge einer Tat oder Unterlassung oder auch als Konsequenz einer Herangehens- oder Denkweise kurzfristig oder auch dauerhaft hat. Woher kommt also der negative Klang, den offenbar nicht nur ich höre?murmelspiel

Es muss das „jetzt“ oder auch „nun“ sein, das sich in den Kindheitssatz eingeschlichen hat und sich dort hartnäckig festhält. „Jetzt“ und „nun“ transportieren, zumal in Verbindung mit dem Ausrufezeichen, genau das gegenteilige Gefühl von Errungenschaft. Und natürlich das „Du“. Es lässt, siehe oben, denjenigen mit den Folgen ein. Selbst das verwandte „Da haben wir den Salat“ klingt nicht so endgültig und resignativ. Hinter ihm könnte ein „Packen wir es also an“ folgen, nach kurzem Haareraufen oder einem tiefen Seufzer.

Was haben wir nun von diesen Gedanken? Wie immer, wenn es um Sprache geht: Einsicht. Vorsicht. Im Umgang mit dem Satz „Das hast du nun davon“. Er ist überflüssig. In den Gedanken wird er trotz Einsicht wohl immer wieder auftauchen. Sagen werde ich ihn nicht mehr. Keiner hat was davon.

 

48 Stunden Neukölln in Nikodemus

Fr 14. Juni 2019 - So 16. Juni 2019

48h Neukölln in Nikodemus

Freitag, 14. Juni

20.00: Ausstellung/ Performance; Corinna Rosteck ‚Riven in Time’ (Zerrissen in der Zeit) /
Performance I "Angelus Novus"

Corinna Rosteck gestaltet mit fotografischen und malerischen Bildern raumgreifend die Ausstellungswände Zu den Performances werden im Dialog der Tänzerin und Choreografin Macha Melanie und Ihrer elfköpfigen Compagnie Puls'Art Videos von Momentaufnahmen, Spiegelungen direkt auf die Tänzer projiziert, ein wirkungsvolles Wechselspiel von Gegenwärtigem und Gesehenem.
21.00:  Neuer Jazzchor Berlin
Im Oktober 2012 in Berlin–Kreuzberg gegründet, besteht der Neue Jazzchor Berlin heute aus ca. 20 Chormitgliedern. Gesungen werden Stücke verschiedener Genres, u.a. anspruchsvolle Arrangements der Jazzchorliteratur, ausgewählte Popsongs z.B. von Sting und mitreißende Sambanummern.
22.30  :  Peter K. Kuehnel – Thrill
Der Multi-Instrumentalist kreiert mithilfe modernster Elektronik seine abgefahrenen „Klanglandschaften“. Hammergeile Grooves und melancholische Melodik verbinden sich zum Nervenkitzel – das Thrill- Erlebnis!
23.30  : Performance  II "Augmented Organic Reality"
Tanzcompagnie Puls’art mit Volker Jaekel - Piano.

Sonnabend, 15. Juni
20.00 : Performance I "Angelus Novus"
20.30 :  Dora Osterloh Solo

Im Soloprojekt der in Berlin lebenden Sängerin und Komponistin entstehen mit Stimme, elektronischen Effekten und Loops sphärische Klangwelten und abstrakte Songs. Aus eigenen Texten werden Improvisationen, bestehende Kompositionen verfremdet und die Grenzen zwischen Sprache, Musik und Geräusch neu definiert.
21.30 :  Die Improvisionäre spielen Futura
Erschaffe mit uns Deinen Kiez in Neukölln, wie er in der Zukunft (Future III) aussieht oder aussehen könnte. Durch Deine Ideen entstehen auf der Bühne erst die Bewohner*innen und dann eine ganze neue Welt. Auf "1, 2, 3 los" erwecken die Improvisionäre diese Utopie oder Dystopie zum Leben und nehmen Dich mit auf eine einzigartige Reise
22.30 :   Felix Manyés Gitarre
Felix Manyés musikalische Wurzeln finden sich in der traditionellen Gitarrenmusik Spaniens, die er mit Elementen der Flamenco-Gitarre und seiner Vorliebe für maurische Musik, aber auch mit Jazz und Ethno-Einflüssen kombiniert.
23.30  : Performance  II "Augmented Organic Reality"
Tanzcompagnie Puls’art mit Volker Jaekel - Piano.

Sonntag, 16. Juni
14.00:   
Die Improvisionäre für Kinder
Ein Mitmach-Märchen für Kinder von 4 bis 10 Jahren und alle, die sie gerne begleiten.
15.00:   Das Oberton-Chörchen
2 Frauen und 4 Männer und ein Instrumentarium aus Chello, Chalumeaux, Gitarre, Xylophon, Handpan, Didgeridoo, Shrutibox, Trommel, Gong, Klangschalen, Zimbel, Metallplatte und Regenstab.
17.00:   Zeitklang mit Chormusik
Chor der Martin-Luther und Nikodemusgemeinde und Tanzcompagnie Puls’art mit Volker Jaekel - Piano

 

nikodemusmagazin mrz19

Passion

Nikodemus Magazin März - Mai  2019

'Leidenschaft' - das ist es, was Passion übersetzt bedeutet. Und Leidenschaft für das Klavierspielen prägt unser Pianofestival Anfang März, auf das wir in unserem neuen Magazin ausführlich eingehen. Außerdem machen wir uns Gedanken über Leidenschaft im Allgemeinen und leidenschaftliche Frauen im Besonderen. Es gibt Hintergründe zur Passionszeit vor dem Osterfest und wunderschöne Passionsblumen.

Sie können die aktuelle Ausgabe (ca.2,8 MB) hier herunterladen

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Veranstaltungen

Sa, 25. Mai 2019, 20:00 h - Anna Margolina
So, 26. Mai 2019, 18:00 h - Riven in Time
Sa, 08. Jun 2019, 18:00 h - Huijing Han - Die kompletten Chopin Walzer
Mo, 10. Jun 2019, 19:00 h - Trimpert & Moritz - Liederabend
Fr, 14. Jun 2019, 20:00 h - 48h Neukölln in Nikodemus

Gottesdienste

So, 26. Mai 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst mit Abendmahl
Do, 30. Mai 2019, 10:00 h - Gottesdienst
Fr, 31. Mai 2019, 18:00 h - Taizéandacht
So, 02. Jun 2019, 17:00 h - Abendgottesdienst
So, 09. Jun 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Jubelkonfirmation

kirchturm grafik

Mehr Informationen
zu unserem kulturellen Programm
finden Sie auf
art.kulturkirche-nikodemus.berlin

 

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