So, 07. Jun 2020, 10:00 h - DIGITAL Gottesdienst
So, 14. Jun 2020, 17:00 h - ANALOG Gottesdienst
So, 21. Jun 2020, 10:00 h - DIGITAL Gottesdienst
So, 28. Jun 2020, 10:00 h - ANALOG Gottesdienst

Glockenläuten

Sonntags um 10 Uhr läuten unsere Glocken als Zeichen dafür, dass Du nicht allein mit Deinem Gebet bist.

Die Glocken rufen jetzt mehr denn je zum Gebet - täglich mittags um 12 Uhr gemeinsam mit unserem Bischof Dr. Christian Stäblein auf der Website der EKBO.

Gottesdienste finden derzeit wegen der Coronakrise in unserem Kirchgebäude nicht statt.

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wirksamkeit
Fotos: Koh/Patrick Fore/Lucas Juhas/Paulius Dragunas/Unsplash

Ich kann doch sowieso nichts machen!

Über die eigene Wirksamkeit

von Katja Neppert

Das beste Beispiel ist der Klimawandel: Ob heute eine Amsel genug Regenwürmer findet und mir zum Frühstück etwas singt, hat damit zu tun, wie viel Regenwald abgeholzt wird. Und wie viele immer grö- ßere Autos in Deutschland gebaut und gefahren wurden. Dank umfassender Information und dank des Internet sind wir heute genauestens auf dem Laufenden über die komplexen Zusammenhänge.

Unser Konsumverhalten hier in Europa wirkt sich negativ auf das Überleben ganzer Inselstaaten im Pazifik aus.

Komisch – ich soll für alles mit verantwortlich sein, aber zugleich habe ich den Eindruck: Egal was ich mache, am Ende setzen sich doch die Konzerne durch. Ich bin eben nur eine kleine unbedeutende Einwohnerin von Nord-Neukölln. Ich habe nicht viel Macht.

Im Märchen erfüllt der Zauberstab Wünsche. Doch hier im realen Leben lassen Veränderungen lange auf sich warten und sind oft faule Kompromisse. Und mit mir haben sie eigentlich wenig zu tun.

Ohnmacht ist ein schreckliches Gefühl! Aber nur, weil ich persönlich nicht alles ändern kann, wie es mir gefällt, heißt das noch lange nicht, dass es egal ist, was ich mache. Das Problem ist also, eine realistische Einschätzung von meinen Möglichkeiten zu haben: zu würdigen, was ich kann ohne mich davon frustrieren zu lassen, dass ich die Welt nicht retten werde.

Die Minimal-Variante ist:
Ich bin wichtig, weil ich so wie viele bin. Wenn ich mich zu etwas aufraffe, kann ich gewiss sein, dass vielen anderen das auch gelingt – ich bin eben typisch. Wenn ich etwas mache, dann kommen viele andere auch auf solche Ideen. Deswegen habe ich jetzt werktags immer eine große Kaffeetasse in der Handtasche, damit ich nicht mehr diese Coffee-to-go-Becher brauche, wenn ich mir unterwegs einen Kaffee hole. Beim Bäcker geben sie mir ohne Erstaunen den Kaffee in meine eigene Tasse – ich bin nicht die einzige, die das möchte. Ich verwende diese dünnen Plastikbeutel vom Discounter mehrfach oder packe die Äpfel ohne Tüte aufs Band an der Kasse. Die Frau vor mir macht das auch so. Und so weiter ...

Es gibt aber noch ein weiteres Argument:
Ich lebe. Und für mein Leben ist wichtig, dass ich selber mit mir im Einklang bin. Was ist das denn für ein Leben, das ich nur zu Lasten der Natur und ausgebeuteter Menschen und Bodenschätze führe! Wenn ich das alles beiseite wische nach dem Motto „Ich kann ja doch nichts machen“, dann behandle ich mich selbst wie eine mickrige Kreatur und nehme mich nicht ernst. Mein Lachen wird schal und im Spiegel sieht es schäbig aus.

Wenn ich versuche etwas zu tun für die Welt, bedeutet das etwas für mein Lebensgefühl.

Auch wenn es vielleicht wenig ist, was dabei herauskommt. Und so wenig ist es auch wieder nicht, wenn ich in meinem Umfeld einen neuen Gedanken populär mache. Oder anderen zuhöre, die Ideen haben und sie so bestärke. Auch das ist eine Erfahrung, die ich gemacht habe: Mich für die Welt zu interessieren und einzusetzen, bringt mich mit anderen Menschen näher zusammen. Das macht Spaß!

Und schließlich:
Wenn ich überlege, was mich dazu bewegt, etwas zu tun, dann sind es oft Beispiele von Einzelnen, die mich motivieren. Zum Beispiel Rosa Parks, die als schwarze Frau im Bus müde nach der Arbeit ihren Platz nicht für einen Weißen räumen wollte. Damit gab sie einen Impuls für die schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA. Das hatte sie bestimmt nicht bis ins Letzte geplant. Vielleicht ist sie tausendmal in ähnlichen Situationen aufgestanden – hat aber angefangen, sich zu ärgern darüber. Und dann kam der Tag, an dem sie sitzen blieb. Es war Zeit. Sie war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Vielleicht gebe auch ich einen Impuls zum richtigen Zeitpunkt. Vielleicht singe ich ein Lied, das andere mitsummen. Einfach nur, weil mir das Lied gefällt.
Besser als stumm zu denken: „Ist doch egal, was ich mache.“

Pfarrerin Martina Weber, Kantor Volker Jaekel

 

Gottesdienste
- digital und analog

HERZLICHE EINLADUNG ZU:

digital PFINGSTGOTTESDIENST
Sonntag, 31. Mai 2020, 10 Uhr
auf dieser Website, ganz virenfrei, mit Gesang und bequem nach Hause geliefert.
Wir freuen uns auf Sie und euch, egal wo und wann!

digital 07. Juni 2020 ab 10 Uhr:
Musik zum Sonntag von Volker Jaekel und Segen von Pfarrerin Martina Weber

analog 14. Juni 2020 um 17 Uhr:
Analoger Gottesdienst mit Pfarrerin Martina Weber und Volker Jaekel, sowie Dr. Jörg Kupsch, Dr. Jürgen Henschel und Bernd Feinbube

digital 21. Juni 2020 ab 10 Uhr:
Gottesdienst mit Pfarrerin Martina Weber, Volker Jaekel und Dr. Jürgen Henschel

analog 28. Juni 2020 um 10 Uhr: Analoger Gottesdienst mit Lektor Dirk Lehmann und Volker Jaekel, sowie Christof Wegner, Andreas Käßner und Bernd Feinbube

Analoge Gottesdienste finden unter unter besonderen Hygienemaßnahmen statt: Bitte waschen Sie zuvor Ihre Hände gründlich, tragen Sie einen sauberen Mundschutz, desinfizieren Sie am Eingang Ihre Hände und füllen Sie den vertraulichen Kontaktbogen aus zur Nachverfolgung möglicher Infektionswege. Gemeindegesang wird an diesem Tag nicht möglich sein. Der Kirchdienst wird auf die Einhaltung aller Regeln achten.

ALLE ANDEREN VERANSTALTUNGEN SIND NACH WIE VOR ABGESAGT,
DIE KIRCHE IST WEITERHIN GESCHLOSSEN!

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Nikodemusmagazin Juni 2020 - Neue Wege 2

Neue Wege - 2

Nikodemus Magazin digital Juni 2020

Inzwischen sind wir alle schon etwas Corona-erfahrener geworden. Wir haben uns während der Zeit des eingeschränkteren Lebens auf Grundlagen unseres Lebens besonnen - das prägt unser Heft. Die Lockerungen im öffentlichen Leben bringen Erleichterungen, neue Diskussionen, Verschwörungstheorien, aber auch die Lust auf Bewegung. Doch es gibt auch anderes Interessantes aus unserem gemeindeleben zu berichten ....

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Corona-Tipps

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