So, 27. Jan 2019, 17:00 h - Birgitta Flick Quartett
Fr, 01. Feb 2019, 20:00 h - Nicolai Meinhold: Evacuation of Nada Step 3
Fr, 15. Feb 2019, 20:00 h - Guitar Orchestra of Europe

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So, 27. Jan 2019, 10:00 h - Gottesdienst
So, 03. Feb 2019, 10:00 h - Gottesdienst
So, 10. Feb 2019, 10:30 h - Ökumenischer Gottesdienst in St. Christophorus
So, 17. Feb 2019, 17:00 h - ZEITklang-Gottesdienst
So, 24. Feb 2019, 10:00 h - Gottesdienst mit Abendmahl
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gotische hallenkircheSitzgeschichten

von Angelica Dinger

Die ersten Christen und Christinnen gingen nicht in die Kirche, denn sie hatten noch gar keine. Im frühen Christentum traf man sich in Häusern von Gemeindemitgliedern, wo man sich zum traf und gemeinsam am Tisch saß. Mit der Ausbreitung des Christentums und dem Erfolg der jungen Religion etablierten sich christliche Gotteshäuser, in denen man sich traf und gemeinsam Gottesdienst feierte. Dort hielt man sich stehend auf, wie in nichtchristlichen antiken Tempel auch.

Im Mittelalter saßen die Gottesdienstbesucher in der Messe ebenfalls nicht auf Stühlen oder Bänken. Die Gemeinde nahm stehend am Gottesdienst teil. Das Sitzverbot galt aber nicht für alle, Bischöfe zum Beispiel hatten schon früher besondere Stühle im Gottesdienst, die fast wie ein Thron aussehen konnten und die hervorgehobene Position des Bischofs vor der Gemeinde betonen sollten.
Dies alles änderte sich mit der Reformation. Martin Luther und weitere Reformatoren rückten die Predigt in das Zentrum des Gottesdienstes. Obwohl es die Sakramente wie das Abendmahl noch im Gottesdienst gab, war nun das wichtigste Element die Predigt. Die Predigten damals waren lang, sehr viel länger, als wir das heute gewohnt sind. In der Ulmer Kirchenordnung von 1747 wird festgehalten, dass die Predigt nicht länger als eine Stunde dauern soll und katechetische Belehrungen eine halbe Stunde nicht überschreiten soll. Damit die Gemeinde sich gut auf die Predigt konzentrieren konnte, wurden also Sitzgelegenheiten geschaffen (ob das allerdings dazu führte, dass die Gemeinde so lange konzentriert zuhören konnte, ist nicht überliefert).

Diese Veränderungen führten dazu, dass in der Neuzeit auch in katholischen Kirchen Bänke und Sitzgelegenheiten eingeführt wurden. Also begannen Tischler und Zimmermänner landauf landab Bänke und Kirchenstühle anzufertigen, die heute vielleicht nicht immer ganz bequem sind, die aber damals einen großen Fortschritt an Bequemlichkeit bedeuteten. Aber in christlichen Gottesdiensten setzt man sich nicht überall auf der Welt hin. In orthodoxen Kirchen ist das Stehen der Gemeinde bis heute zuweilen üblich. Das Stehen (oder besser: das Sich-nicht-hinsetzen) hat mit Respekt zu tun. In der schon erwähnten Ulmer Kirchenordnung heißt es, man solle zum Beten oder zur Schriftlesung „lieb sämtlich aufstehen, sich vor dem allmächtigen Gott herzlich demütigen“.

Bis ins 19. Jahrhundert konnte man am Sitzplatz im Gottesdienst Rückschlüsse auf den sozialen Status einer Person ziehen. Die Kirche war ein zentraler Ort gesellschaftlicher Begegnung. Es wurde genau wahrgenommen, wer dort vorne und wer hinten sitzen darf. Die nobelsten, hochrangigsten Besucherinnen und Besucher nahmen vorne Platz. Eine Seite war den Männern, die andere Seite der Kirchenbänke den Frauen vorbehalten (manchmal saßen auch die Frauen vorne und die Männer hinten).

Heute darf die Gemeinde sitzen und steht an einigen besonderen Stellen im Gottesdienst als Zeichen des Respekts auf. Das gilt zum Beispiel für die Fürbitten oder das Vaterunser. Manchmal ist es aber auch schön, zwischendurch aufzustehen, denn singen kann man zu jeder Zeit am besten im Stehen.

Guitar Orchestra of Europe

Guitar Orchestra of Europe

Freitag, 15. Februar 2019, 20:00 Uhr

Guitar Orchestra of Europe - Leitung  Hernán Nuñez

Eintritt frei/Spende

Das Guitar Orchestra of Europe unter der Leitung von Hernán Nuñez bietet einen einzigartigen Ansatz für die Aufführung akustischer Gitarrenmusik. Improvisation in Bewegung spielt dabei eine wichtige Rolle. Eigene Kompositionen und Arrangements sind auch Bestandteile des Programms. Die rund 20 Gitarristen kommen aus Europa und darüber hinaus. Sie verwenden das Guitar-Craft-Tuning, welches das Klangspektrum ihres Instruments erweitert und einen innovativen und zeitgenössischen Sound erzeugt.

nikodemusmagazin Dezember 2018 - Februar 2019

Das haben wir davon

Nikodemus Magazin Dezember 2018 - Februar 2019

Im Alltag wird der Ausdruck ja eher mit negativem Beigeschmack benutzt, doch in unseren Artikeln fragen wir einfach nach der Bilanz verschiedener Erfahrungen, die wir gemacht haben mit dem Leben in der Gemeinde, mit politischer Aktivität, mit Ökumene ... Das Thema passt gut zum Jahreswechsel - stöbern Sie einfach mal in unserem Magazin.

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So, 27. Jan 2019, 17:00 h - Birgitta Flick Quartett
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