So, 08. Dez 2019, 10:00 h - Gottesdienst / GKR Einführung
So, 15. Dez 2019, 17:00 h - Gottesdienst
So, 22. Dez 2019, 10:00 h - Gottesdienst
Di, 24. Dez 2019, 15:00 h - Krippenspiel-Gottesdienst
Di, 24. Dez 2019, 17:00 h - International Service
Alle Gottesdienste

Anfahrt

gotische hallenkircheSitzgeschichten

von Angelica Dinger

Die ersten Christen und Christinnen gingen nicht in die Kirche, denn sie hatten noch gar keine. Im frühen Christentum traf man sich in Häusern von Gemeindemitgliedern, wo man sich zum traf und gemeinsam am Tisch saß. Mit der Ausbreitung des Christentums und dem Erfolg der jungen Religion etablierten sich christliche Gotteshäuser, in denen man sich traf und gemeinsam Gottesdienst feierte. Dort hielt man sich stehend auf, wie in nichtchristlichen antiken Tempel auch.

Im Mittelalter saßen die Gottesdienstbesucher in der Messe ebenfalls nicht auf Stühlen oder Bänken. Die Gemeinde nahm stehend am Gottesdienst teil. Das Sitzverbot galt aber nicht für alle, Bischöfe zum Beispiel hatten schon früher besondere Stühle im Gottesdienst, die fast wie ein Thron aussehen konnten und die hervorgehobene Position des Bischofs vor der Gemeinde betonen sollten.
Dies alles änderte sich mit der Reformation. Martin Luther und weitere Reformatoren rückten die Predigt in das Zentrum des Gottesdienstes. Obwohl es die Sakramente wie das Abendmahl noch im Gottesdienst gab, war nun das wichtigste Element die Predigt. Die Predigten damals waren lang, sehr viel länger, als wir das heute gewohnt sind. In der Ulmer Kirchenordnung von 1747 wird festgehalten, dass die Predigt nicht länger als eine Stunde dauern soll und katechetische Belehrungen eine halbe Stunde nicht überschreiten soll. Damit die Gemeinde sich gut auf die Predigt konzentrieren konnte, wurden also Sitzgelegenheiten geschaffen (ob das allerdings dazu führte, dass die Gemeinde so lange konzentriert zuhören konnte, ist nicht überliefert).

Diese Veränderungen führten dazu, dass in der Neuzeit auch in katholischen Kirchen Bänke und Sitzgelegenheiten eingeführt wurden. Also begannen Tischler und Zimmermänner landauf landab Bänke und Kirchenstühle anzufertigen, die heute vielleicht nicht immer ganz bequem sind, die aber damals einen großen Fortschritt an Bequemlichkeit bedeuteten. Aber in christlichen Gottesdiensten setzt man sich nicht überall auf der Welt hin. In orthodoxen Kirchen ist das Stehen der Gemeinde bis heute zuweilen üblich. Das Stehen (oder besser: das Sich-nicht-hinsetzen) hat mit Respekt zu tun. In der schon erwähnten Ulmer Kirchenordnung heißt es, man solle zum Beten oder zur Schriftlesung „lieb sämtlich aufstehen, sich vor dem allmächtigen Gott herzlich demütigen“.

Bis ins 19. Jahrhundert konnte man am Sitzplatz im Gottesdienst Rückschlüsse auf den sozialen Status einer Person ziehen. Die Kirche war ein zentraler Ort gesellschaftlicher Begegnung. Es wurde genau wahrgenommen, wer dort vorne und wer hinten sitzen darf. Die nobelsten, hochrangigsten Besucherinnen und Besucher nahmen vorne Platz. Eine Seite war den Männern, die andere Seite der Kirchenbänke den Frauen vorbehalten (manchmal saßen auch die Frauen vorne und die Männer hinten).

Heute darf die Gemeinde sitzen und steht an einigen besonderen Stellen im Gottesdienst als Zeichen des Respekts auf. Das gilt zum Beispiel für die Fürbitten oder das Vaterunser. Manchmal ist es aber auch schön, zwischendurch aufzustehen, denn singen kann man zu jeder Zeit am besten im Stehen.

Tannenzweige

Sonntag, 8. Dezember, 10 Uhr, 2. Advent
GOTTESDIENST MIT ABENDMAHL, VERABSCHIEDUNG/
EINFÜHRUNG GKR, Pfarrerin Martina Weber, Jörg Kupsch – Musik

Sonntag, 15. Dezember, 17 Uhr, 3. Advent
ABENDGOTTESDIENST MIT CHOR UND TAUFE
Pfarrerin Martina Weber, Jörg Kupsch – Musik

Sonntag, 22. Dezember, 10 Uhr, 4. Advent
GOTTESDIENST
Lektor Dirk Lehmann, Felicitas Eickelberg – Musik

Heiligabend in Nikodemus

15 UHR: KRIPPENSPIELGOTTESDIENST
mit Pfarrerin Martina Weber.

17 UHR: INTERNATIONAL SERVICE
mit Pfarrerin Martina Weber und Lektor Dirk Lehmann.

23 UHR: MUSIKALISCHE CHRISTMETTE
mit Pfarrerin Martina Weber und dem Chor der Martin-Luther- und Nikodemusgemeinde. Mehr ...

1. Weihnachtsfeiertag

Mittwoch 25.Dezember, 17 Uhr
WEIHNACHTSWUNSCHLIEDERSINGEGOTTESDIENST
Pfarrerin Martina Weber, Volker Jaekel – Musik

2. Weihnachtsfeiertag

Donnerstag, 26. Dezember, 10 Uhr
GOTTESDIENST
Lektor Dirk Lehmann, Jörg Kupsch – Musik

Sonntag, 29. Dezember, 11 Uhr, 1. So nach dem Christfest
REGIONALGOTTESDIENST IN RIXDORF, BETHLEHEMSKIRCHE

Dienstag, 31. Dezember, 16 Uhr, Silvester
REGIONALGOTTESDIENST IN MAGDALENEN

christoph stammolaf schneemannsabine krumlinde benz

Neue Mitglieder im Gemeindekirchenrat

Bei den Wahlen zum Gemeindekirchenrat am 3. November wurden Olaf Schneemann, Sabine Krumlinde-Benz und Christoph Stamm als GKR-Mitglieder gewählt.
Olaf Schneemann wird ein Neumitglied des Gremiums sein. Die beiden anderen kandidaten - Jörg Kupsch und Christoph Wegner bleiben als Ersatzälteste in die Arbeit des Gemeindekirchenrats eingebunden.

Am 8. Dezember / 2. Advent werden nach dem Gottesdienst die scheidenden GKR-Mitglieder verabschiedet und die neuen in ihr Amt eingeführt.

Kommen Sie zur Amtseinführung am 8. Dezember um 10 Uhr!

Gottesdienste

So, 08. Dez 2019, 10:00 h - Gottesdienst / GKR Einführung
So, 15. Dez 2019, 17:00 h - Gottesdienst
So, 22. Dez 2019, 10:00 h - Gottesdienst
Di, 24. Dez 2019, 15:00 h - Krippenspiel-Gottesdienst
Di, 24. Dez 2019, 17:00 h - International Service

kirchturm grafik

Mehr Informationen
zu unserem kulturellen Programm
finden Sie auf
art.kulturkirche-nikodemus.berlin

 

Anzeige: